Verwendung von PFCs

Wasserabweisende und funktionelle Outdoorbekleidung ist in der Vergangenheit aufgrund ihrer PFC-haltigen Imprägnierung vermehrt in die Kritik geraten.

Wir haben uns intensiv mit dem Thema befasst und Ihnen die wichtigsten Details kurz und verständlich zusammengefasst.

Anreicherung von PFCs in der Natur
Visualisierung der PFC-Anreicherung in der Natur

Bemängelt man die Perfluorcarbone, kurz PFCs in Imprägnierungen zu Recht?

Ein Großteil der modernen Outdoorbekleidung – wasserdichte Jacken oder Hosen beispielsweise – sind mit Substanzen dieser Klasse imprägniert. Auch handelsübliche Imprägniersprays enthalten diese Chemikalien. Seit den 1970er-Jahren werden Perfluorcarbone in zunehmden Mengen, auch in der Verpackungsmittelindustrie eingesetzt.

Aus Umwelt- und Gesundheitssicht muss man sie definitiv als problematisch einstufen, da sie auf natürliche Art und Weise nicht vorkommen und nur sehr schwer abbaubar sind.

Wie gelangen PFCs in die Umwelt?

Primär gelangen sie durch die Verwendung und Entsorgung PFC-haltiger Produkte in die Umwelt, können allerdings auch bereits bei der Herstellung freigesetzt werden. Weder biotische Prozesse (Bakterien) noch abiotische Prozesse (Licht, Wasser, Luft) können zum Abbau der PFCs beitragen.

Eine Filterung bzw. der Abbau mittels Kläranlagen ist ebenfalls nicht möglich. Vielmehr entsteht dadurch die Möglichkeit, dass PFCs über in der Landwirtschaft als Bodenverbesserer eingesetzten Klärschlamm in Nahrungsmittel und das Grundwasser gelangen.

Meere und Flüsse sorgen für eine globale Verteilung der Chemikalie. Flüchtige PFCs werden mittels Luftströmungen in der Atmosphäre verteilt.

Heute lassen sich PFCs an jedem Ort der Welt und in nahezu jedem Organismus finden.

Welche Gefahren stellen PFCs für den Menschen dar?

Das PFC Perfluoroktansäure (PFOA) bindet sich an Proteine in Blut, Leber und Niere. Besonders kritisch zu bewerten sind die Weitergabe der PFC von der Mutter zum Kind während der Schwangerschaft und Stillzeit und die langsame Ausscheidung langkettiger PFC aus dem menschlichen Körper.

In Tierversuchen erwiesen sich die bekanntesten PFC-Vertreter PFOS und PFOA nach kurzzeitiger Belastung über die Nahrung, die Luft und die Haut als mäßig toxisch. In Langzeitstudien mit Ratten und Mäusen förderten beide Chemikalien jedoch die Entstehung von Leberkrebs und anderen Tumoren. Des Weiteren besteht der Verdacht, dass einige PFC die Fruchtbarkeit von Frauen und die männliche Spermienreife negativ beeinflussen können.

Chemisch detaillierte Angaben zur Toxität gegenüber Organismen stellt das Umweltbundesamt unter dem nachfolgenden Link zur Verfügung: Besorgniserregende Eigenschaften von PFC

Die Alternative?

Eine gute Alternative bieten Imprägniermittel auf Wasserbasis. Alle Produkte unserer Marke simprax® sind 100% ohne PFCs, vollständig bioglosich abbaubar und dabei hocheffizent in der Wirkung.